Anderl, mir vergiss´n Di net!
Oder in Hochdeutsch für uns Leute aus der Stadt ohne größeren Dialekt:„ Andi, wir vergessen Dich nicht.“
Und Andi, oder genauer gesagt Andreas Hofer, Du warst schon ein toller Kerl. Wie Du, ein einfacher Mann aus dem Volk, Dein Tiroler Bergvolk gegen die Besatzungsmacht aus Frankreich und Bayern führtest. Sehr schneidig! Als sie Euch ihre religiösen Vorstellungen aufdrängen wollten und auch noch Eure Söhne für ihre Kriege zwangsrekutrieren wollten, da zeigtest Du ihnen, wozu ein bedrohtes Volk auf seinem angestammten Boden fähig ist. Eure Bergwiesen verwandeltet ihr in Schlachtfelder. Als man dem Tiroler Bauern das Vieh aus dem Stall requirierte, wurde er zum Schützen und gefürchteten Kämpfer, der den Fremdherrschern Paroli bot. Erst der Verrat durch Franz Raffl brachte Dich zu Fall. Dass er von seinen 1500 Gulden Judaslohn nicht viel hatte und als armer Mann starb, ist eine Ironie der Geschichte. Doch wie sagte selbst Dein Widersacher Napoleon: “Ich liebe den Verrat, aber nicht den Verräter.“
Wie Du auch noch vor dem Erschießungskommando standhaft bliebst, hat uns inspiriert. Als die erste Salve Dich nicht getötet hat, hast Du Dich noch über ihre miese Treffsicherheit lustig gemacht.
Dein Kampf machte Dich zum Helden Deines Volkes und noch heute, über 200 Jahre später, gedenken Dir Deine Tiroler und halten Deinen Namen in Ehren. Die Landeshymne des österreichischen Bundeslandes Tirol handelt von Deinem Leben. Denkmäler preisen Dich noch heute. Nicht schlecht für den Sohn eines einfachen Gastwirts. Aber ein Held wird man ja schließlich durch seine Taten, nicht durch seine Herkunft.
Wenn wir auch hier in Hannover kein Denkmal für Dich haben, so denken wir doch an Deinem 202. Todestag an Dich. Hier gibt´s zwar keine Franzosen und Bayern, aber jede Menge andere Gestalten, die uns besetzen und unserer Kultur berauben wollen. Und gegen die zu kämpfen ist uns eine Pflicht und Ehre!


















